Sulden Gedicht
Das Tal am End der Welt,
schier himmelhoch gestellt,
das auserwählte Sulden!
Wo Tembl einst schlug Rößligulden,
trägt Zirbelnüsse,
mit harter Schal’ zum bisse.
Rüben auch sogar,
das doch nicht alle Jahr.
Magst du schöne Lande schauen,
doch über alles halte wert
deiner Heimat schöne Gaue,
deiner Väter schlichten Herd.
Und wenn alles dich betrogen,
wenn Glück und Stern dich verlässt,
wenn selbst die Treue dir gelogen,
an der Heimat aber halte fest!
Aus dem „Ersten Bericht über Sulden“ von Curat Eller 1884

Mo, 22.03.2010
Di, 23.03.2010