Wandern Nationalpark
Wandern heißt auch "sehen", Horizonte erkennen und Grenzen überschreiten! Hier finden Sie nicht einfach ein Wandergebiet, sondern die Möglichkeit, von der Apfelblüte über die sattgrüne Wiese, quer durch Wälder und Haine bis hinauf zu den Almen ein wirkliches Paradies kennen und lieben zu lernen. Wenn hier so mancher zum Glauben kommt, dem Herrgott näher zu sein, so wird man es verstehen.
Wöchentliche, geführten Wanderungen im den Nationalpark Stilfser Joch über Themenwege bis zu den schönsten Schutzhütten verlocken dazu, sich begleiten zu lassen und einen Blick hinter die Bergkulissen zu werfen. Termine entnehmen Sie bitte unserem Veranstaltungskalender.
„Aus dem lauten Tal gehe ich in die Stille der Berge. Dort oben kann ich mein Herz schlagen hören und mich selbst finden. Ich habe keine Angst mir selbst zu begegnen.“ (Thomas Bubendorfer)
Auf den Gipfel stehen, den Erfolg genießen und in die Ferne schauen. Rund um den Ortler finden Sie alles was das Bergsteigerherz begehrt. Ortler, Königsspitze und Cevedale sind die Könige aller Gipfel im Ortlergebiet. Ein Genusssommer ohne Schlangestehen.
Einige Wandertipps:
Schöneck über die Düsseldorfer Hütte
Um Zeit und Kraft zu sparen fahren wir mit dem Sessellift zur „Kanzel“ auf 2348m. Von da nach links auf breitem gemütlichen Weg Nr. 12 ins „Zaytal“ Richtung Düsseldorfer Hütte. Die Hütte liegt mitten im oberen Zaytal auf einem Felsriegel auf 2721m und bietet Einkehrmöglichkeit, Verpflegung und Unterkunft. Gut trainierte Bergwanderer können auch ohne den Lift zu benutzen durch das Zaytal über die „Zaywiese“ und die „Windegger“ auf die Hütte aufsteigen. Nach kurzer Rast und Stärkung überqueren wir den Zaybach in nördlicher Richtung. In dem der Hütte gegenüberliegenden Hang steigen wir langsam in Serpentinen, immer der gelben Markierung folgend, dem Gipfel des „Hinteren Schöneck“ entgegen. Der Steig ist nicht besonders anspruchsvoll, ist aber an einigen Stellen im oberen Teil leicht ausgesetzt und erfordert Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Das „Hintere Schöneck“ gehört mit seinen 3128m bereits zu den 22 Dreitausendern der Suldner Talumrahmung. Nach einer Rast auf dem Gipfel, dem mächtigen Ortlerdreigestirn gegenüber, steigen wir über den westlichen Gipfelgrat, in steilen, kurzen Serpentinen, Richtung Kälberalm ab. Nach kurzer Zeit, immer in Gratnähe erreichen wir das „Vordere Schöneck“ (2908m). Weitergehend auf Almflächen, erreichen wir die Kälberalm auf 2248m.Auf dem Weg Nr. 18 kehren wir zurück nach Sulden.
Höhenunterschied: 1280m
Gesamtgehzeit: 6 – 6,5 Stunden
Orientierung und Schwierigkeit: Orientierung relativ einfach.
Trittsicherheit, Schwindelfreiheit & Kondition erforderlich
Hintergrat Hütte
Der Weg Nr. 3 beginnt kurz oberhalb der alten Kirche St. Gertraud. Nach einigen Serpentinen kommen wir zum „Kaser Knott“. Wir folgen dem Weg Nr. 3, am „Kaser Bach“ vorbei, bis zum oberen „Schreibach Boden“. Kurz danach, erreichen wir den Klettergarten der Alpinschule Ortler. Weiter geht’s an der Waldgrenze bis zur Piste des Langensteinlifts bis zum Bergrestaurant auf 2330m (Einkehrmöglichkeit und Verpflegung). Gemütliche Zeitgenossen können bis hierher den Langensteinlift benützen. Nun gehen wir weiter auf Weg Nr. 3, über das Schuttkar des „End der Welt Ferners“ Richtung Hintergrat Hütte. Wir queren den „Hintergrat Kopf“ im unteren Bereich und gelangen auf den Scheibenkofel, und queren die „Schönleiten“ mit Blick zum Suldenbach, der 760m tiefer unter uns fließt. Bald schon sind wir auf der „Hintergrat Hütte“ 2661m die herrlich am Gratsee liegt, mit der Nordwand der Königspitze direkt vor der Nase (Einkehrmöglichkeit, Unterkunft und Verpflegung). Abwärts folgen wir der Nr. 2 vorbei am oberen und unteren See, dann in steileren Serpentinen zum Schuttkar. Jetzt haben wir die Möglichkeit die Nr. 2A auf der orografisch linken Seite, den sehr interessanten „Ertlweg“ oder die Nr. 2 und dann Nr. 1 abzusteigen. Der „Ertlweg“ nicht weit von der Suldenbachschlucht, teilweise gesichert, ist ein Erlebnis. Unten angelangt, kommt man auf Nr. 7 nach knapp 2 km zum Ausgangspunkt zurück.
Höhenunterschied: 820m
Gesamtgehzeit: 4,5 – 5 Stunden
Orientierung und Schwierigkeit: Insgesamt problemlos, einige ausgesetzte Stellen vorhanden!
Mehr Wandervorschläge finden Sie hier.
Unser Bergsteigertipp: Der Ortler, ein Riesenklotz aus Fels und Eis, der "höchste Spitz im ganzen Land Tyrol" (Peter Anich, 1774, im Atlas Tyroliensis), zählt zu den ganz großen Zielen jedes Alpinisten. So königlich und selbstherrlich er aber auch über dem Suldner Tal thront, so unnahbar, ja abweisend gibt er sich auch. Er will erschwitzt, erkämpft, "erobert" werden.

Fr, 29.08.2008
Sa, 30.08.2008
